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HERZLICHEN DANK FÜRS INTERESSE

Als Graphic Designer, Fotograf und Autor befasse ich mich mit Phänomenen der Popkultur bis hin zu Fragen der Architekturwissenschaft.

Meine berufliche Ausbildung habe ich an den damaligen Hochschulen für Gestaltung und Kunst in Zürich und Luzern sowie an der Rietveld Academie in Amsterdam absolviert. Dort habe ich 2008 als Graphic Designer abgeschlossen.

Meine Tätigkeiten haben mich immer wieder in die Berge der Bündner Heimat geführt, aber auch nach Bozen, Tel Aviv oder Beirut. Daneben habe ich Bücher und Kataloge publiziert, Beiträge für Magazine verfasst und Vorträge in der Öffentlichkeit und an Hochschulen gehalten.

Entsprechende Zusammenarbeiten erfolgten unter anderem mit dem Studio Remo Caminada (Sagogn/Reggio Emilia), Studio Lupo & Burtscher (Bozen), Chasa Editura Rumantscha, Schweizer Heimatschutz, Bündner Heimatschutz, Bündner Monatsblatt, Raetia Publica, Magazin Piz, Arte Castasegna, Nairs Scuol, Chesa Planta Samedan, Lia Rumantscha, ETH Zürich (Departement für Architektur) und mit der Universität Zürich (Populäre Kulturen). 2019 wird meine Arbeit mit dem Förderpreis des Kantons Graubünden gewürdigt.

Zur Zeit lebe ich in Zürich und arbeite Teilzeit als Kulturredaktor für die Radiotelevisiun Svizra Rumantscha in Chur.

Kontakt: to.donat@gmail.com

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BAUKULTUR IM STUNDENTAKT

Das Fest «Baukultur im Stundentakt», vom Bündner Heimatschutz im Rahmen des Kulturerbejahrs 2018 organisiert, fand als Forum zu Fragen der Architektur und der Raumentwicklung in Graubünden statt. Das Programm bot Vorträge, Ausstellungen, Diskussionen und Workshops. Gastredner waren Gion A. Caminada, Peter Zumthor, Giovanni Netzer, Jürg Conzett und andere. Das Plakat zur Feier zeigt allerdings den «höchsten Bündner», den Piz Bernina, der von Johann Coaz (1822–1918) erstbestiegen wurde. Der Ingenieur – dessen Leben und Wirken ebenfalls am Fest im Mittelpunkt stand – war einer der ersten Wissenschafter, der die Alpen als Lebensraum erforscht hat. Plakat in Digital- und Offsetdruck, verschiedene Formate, 2018.

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FLÜCHTIGE EINDRÜCKE MIT GROSSEM NACHHALL

Seit einigen Jahren organisiert der Verein Progetti d'arte in Val Bregaglia Ausstellungen zu zeitgenössischer Kunst im Bündner Südtal. 2018 fand der Anlass in Castasegna statt, dem letzten Dorf vor der italienischen Grenze. Ausgestellt wurden Kunstwerke in verschiedenen leerstehenden Räumen im ganzen Dorf, so in einem alten Kiosk, in einem ehemaligen Laden oder in einem Keller. Ergänzend zur Ausstellung durfte ich das Dorf fotografisch porträtieren. Den Bilderbogen habe ich mit Textfragmenten aus teils aktuellen, teils jahrzehntealten Medienberichten ergänzt, die alle in Zusammenhang mit Castasegna stehen. Auch der Titel stammt aus einem Zeitungsartikel. Mit dieser Arbeit sollen sowohl die Vergänglichkeit des tagesaktuellen Zeitgschehens wie jene des Dorfes selbst thematisiert werden. Wie viele entlegene Dörfer ist auch Castasegna von Abwanderung und der Schliessung von Laden, Post und Schule betroffen. Diese Arbeit ist als Insert im Ausstellungskatalog erschienen.

FIRE IN OIL

Dreiteilige Serie, entstanden im Anschluss nach Sunset Boulevard 2015 oder 2016. Öl auf Leinen, jeweils 30 × 40 cm.

 

 

CUNTRADAS CUNTRARIAS

Ausstellung mit Skizzen, Fotografien und Texten aus dem Libanon, Stadtgalerie Chur, 22. März bis 2. April 2018,

Die unter dem Titel Cuntradas cuntrarias (rätoromanisch für «Gegensätzliche Gegenden») zusammengefassten Arbeiten sind während einer Residency in Beirut entstanden. Der Aufenthalt wurde von der Lia Rumantscha und der Schweizer Botschaft im Libanon ermöglicht.

Vor meiner Ankunft war der Libanon ein Land, das mir unbekannt war. Die Fragen nach dem Vertrauten und dem Unbekannten, zwischen Neugier und Entdeckerlust haben mich durch den ganzen dreimonatigen Aufenthalt begleitet. Er wurde zu einer Expedition sowohl im geografischen wie im künstlerischen Sinn.

Dieses Vorgehen hat zum Motiv der Serie geführt. Die Serialität ist denn auch die einzige Konstante von Cuntradas cuntrarias. Die Arbeiten widerspiegeln das sprunghafte Wesen eines entdeckenden Reisenden. Dadurch bewegen sich die Arbeiten zwischen Dokumentation und Interpretation, Prozess und Produkt.

Im Rahmen der Ausstellung sind zwei Publikationen erschienen: Igl emprem cumbat romontsch-arab ever, eine Textsammlung (rätoromanisch), sowie ein zweisprachiger Ausstellungskatalog. Beide Publikationen sind hier erhältlich: to.donat@gmail.com

 

 

IGL EMPREM CUMBAT ROMONTSCH-ARAB EVER

Entstanden als Teil von Cuntradas cuntrarias. – Was hat Gloria.tv mit den Hisbollah zu tun? Marianne Cathomen mit dem BMW Club Lebanon? Oder Bischof Huonder mit einer Paintballschlacht? Hier ist problemlos Platz für all das und noch vielem mehr. Igl emprem cumbat romontsch-arab ever versammelt, bunt durcheinander gewürfelt, über 300 Sprüche, Schlagzeilen und Dialogfetzen sowohl der rätoromanischen wie auch der libanesischen Alltagskultur. Die Fundstücke entstammen Märchen, Reiseführern, Werbeslogans, Liedtexten und YouTube-Kommentaren. Publikation, rätoromanisch, 76 Seiten, 9.6 × 14.8 cm, Digitaldruck, Auflage: 130. CHF 15.–

 

 

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TÄGLICH BROT

Entstanden als Teil von Cuntradas cuntrarias. – Diese Reihe zeigt libanesische Esswaren – allerdings ohne die Nahrungsmittel als solche abzubilden, sondern nur die Verpackungen. Dies geschieht bewusst in minimalistischer Manier, so dass knapp (oder knapp nicht) erahnt werden kann, um welche Produkte es sich handelt. Die Verpackungen bedienen sich einer globalisierten Bildsprache, einem Kanon, der überall, im Libanon wie in Europa oder sonstwo, verstanden wird: Wie sieht eine Pizza aus, die Milch oder ein Poulet? Tintenstrahldruck auf Dilite, verschiedene Formate zwischen 70 und 140 cm. 2017-18.

 

 

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EWIGE LICHTER

Entstanden als Teil von Cuntradas cuntrarias. – Die Nacht ist selbst in einer 24/7-Stadt wie Beirut ruhiger als der Tag. Und: Sie erlaubt mehr Musse bei der Arbeit. Während der späten Abendstunden habe ich bewusst mit Licht und Zeit gearbeitet. Geradezu anerboten haben sich dafür die beleuchteten und animierten Werbetafeln – in einer Stadt notabene, die ansonsten fast ohne öffentliche Strassenbeleuchtung auskommt. Mittels Langzeitbelichtung haben sich deren Inhalte ins Nichts aufgelöst, sozusagen als Botschafter ohne Botschaften. Videoinstallation und sechs Tintenstrahldrucke auf Aluminium à 60 × 40 cm. 2017.

 

 

FLUCHTEN

Entstanden als Teil von Cuntradas cuntrarias. – Stiftzeichnungen waren die unmittelbarste Art und Weise, um die Atmosphäre von Beirut einzufangen. Sie zeigen den Alltag fernab touristischer Highlights. Die Bilder habe ich in mehreren Schritten verarbeitet: zuerst mit Fotos als Vorlagen für die Zeichnungen, die ich wiederum digitalisiert und dann in grösseren Formaten reproduziert habe. Dadurch konnten die Bilder aus dem handlichen Skizzenformat heraus in eine grössere Dimension übersetzt werden – und bewegen sich wieder näher bei der Wahrnehmung des Flaneurs vor Ort. Tintenstrahldruck auf Aluminium, à 150 × 100 cm resp. 110 × 84 cm. 2017.

 

 

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DAS HYPERDORF

Ein Heimatbuch der etwas anderen Art
(vergriffen)

In Graubünden gibt es überall ein Zuviel – hier von Ausverkauf, da von Banalität, dort von Authentizität. Nur an etwas fehlt es scheinbar überall: Wertschöpfung.

Doch gibt es Auswege? Um das herauszufinden, habe ich drei Dörfer in Graubünden erkundet, die sich als besonders authentisch und anmächelig präsentieren: Guarda, Samnaun Dorf und das Landquarter Outlet. Zugegeben: Eine provokative Auswahl. Doch die Publikation möchte anhand dieser Dörfer einen konstruktiven Diskussionsbeitrag dazu leisten, welche Zukunft das Bergdorf hat. Der methodische Ansatz dazu ist ein transdisziplinärer: Das Hyperdorf versteht sich sowohl als Wissenschafts- wie auch als Kunstprojekt. Design und Redaktion, Form und Inhalt sind aus einem Guss.

Die Publikation besteht aus zwei Teilen. Ein umfangreicher Katalog mit zahlreichen Abbildungen vermittelt die Mediengeschichte der letzten 100 Jahre in der Detailtiefe der drei Dörfer. Dieser Bilderfundus wird angereichert mit Zitaten von Touristen und Touristikern, Wissenschaftlern und Schriftstellern, Künstlern und Journalisten, Lovern und Hatern. In einem zweiten Teil folgt ein ausführlicher Essay zu Phänomenen der Reisekultur, des Schönen, des Echten und über den wirtschaftlichen Existenzkampf alpiner Dörfer. Acht Statements als Bilanz runden das Buch ab.

Der Katalog ist eine ebenso kritische wie lustvolle Hommage an meinen Heimatkanton – in Zeiten, in denen Kommerz und Hedonismus Hochkonjunktur feiern, aber das Identitätsempfinden vieler Menschen wie Sand durch die Finger rinnt.

Broschur, Digitaldruck, Format 21 × 28 cm, 208 Seiten, 169 Abbildungen. Die 2017 erschienene Publikation ist vergriffen.

Medienberichte:
Südostschweiz 02.05.2017
La Quotidiana 16.06.2017
Radio Rumantsch 17.06.2017
Bündner Tagblatt 09.08.2017
Telesguard 19.09.2017
Engadiner Post 12.10.2017

 

 

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BESTIAE FORTES

Broschüre mit Wappentieren aus aller Welt, von Grönland ins Tessin, von Burundi nach Nidwalden. Zeichnungen mit Filzstift und Marker, kombinierter Riso- und Tintenstrahldruck, 76 Seiten, 18 × 26.5 cm. 2014-15.

 

 

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CHROMOGRAFIEN

Serie von bemalten und zerschnittenen Hartschaumplatten. Die Arbeit wurde auf zweierlei Art komponiert: Erstens, indem die einzelnen Plattenelemente in verschiedenen Variantionen aufeinandergelegt wurden, zweitens mittels erneuter, diesmal digitaler Überlagerungen der zuvor fotografisch festgehaltenen Kompositionen. Diese Arbeit ist der Versuch, analoge und digitale Entwurfsprozesse ineinander verschwimmen zu lassen und teils unkenntlich zu machen. Acryl auf Hartschaumplatten, Photoshop. 2015.

 

 

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CLARGLINA BERNINA

Fotografien einer Sommernacht auf der Diavolezza. 2015.

 

 

DIE ENTSTEHUNG DER ALPEN

Digital und während des Scanvorgangs manipulierte Ansichtskarten. 2015.

 

 

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BEST OF LIFE

Serie von bearbeiteten Abbildungen aus Gratiszeitungen. Best of Life war der Name einer Rubrik im Blick am Abend. Tintenstrahldruck, Acryl, A3+, Marker. 2015.

 

 

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SUNSET BOULEVARD

Dreiteilige Serie von Ölbildern, inspiriert durch einen Unfall vor meinem Balkon, während sich darüber ein Regenbogen spannte. Öl auf Leinen, jeweils 24 × 30 cm. 2014.

 

 

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DIE HALLEN DES BERGKÖNIGS

Visuelle architekturgeschichtliche Studie, bestehend aus Zeichnungen mit Quasi-Symmetrien der Bündner Baukultur, quer durch alle kulturgeschichtlichen Epochen. Die Beispiele zeigen die Kirche Sta. Maria Magdalena in Stierva, die Kirche St. Andreas bei Lumbrein, den Rittersaal des Palazzo Castelmur in Stampa-Coltura, das Mineralbad Samedan, den San-Bernardino-Tunnel und den Gotthard-Basistunnel im Bau. Bleistiftzeichnungen, seit 2013.

 

 

THE SAD PUMPKINS

Cover für das Erslingsalbum des Jazz-Duos The Sad Pumpkins mit Niculin Janett und Noam Szyfer. Pumpkin Pie versammelt eigenständige Interpretationen von 17 bekannten Jazzklassikern. Die Coverbilder zeigen die Porträts der beiden Musiker in verschiedenen Variationen. Offset- und Laserdruck. 2014.

 

 

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BRAULIO

Diese Bilder entstanden während der Dämmerung am klirrend-kalten Abend des letzten Tags vor der Passsperre im Umbrail-Stelvio-Gebiet. Braulio, in Südbünden und im Veltlin allgemein bekannt als Alpenbitter, ist auch der Name eines Bachs, der hier im Grenzland zwischen der Schweiz und Italien entspringt. Laserdruck. 2013/14.

 

 

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STABILO BOSS

Studie mit Leuchtstiften. 2014.

 

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IM SCHEIN

Auf dem Parkplatz des Flughafens Zürich-Kloten. 2014.

 

 

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FÜR EINE HOCHZEIT

Einladungskarten für eine Hochzeitsfeier, bestehend aus 60 Unikaten. Alle Karten zusammen bildeten einen Zyklus, der einen kreisförmigen Tanz in der Gestalt zweier Eheringe andeutet. Durch den Versand an die geladenen Gäste teilte sich dieser Zyklus in seine einzelnen Bestandteile auf. So wurde jeder Gast symbolisch zum Mitstifter des Eheversprechens. Ein Film, der das Geheimnis hinter den 60 Unikaten lüftet, wurde dann am Hochzeitstag den Gästen gezeigt. Ein Begleitblatt auf weissem Grund zeigt sämtliche Positionen der einzelnen Karten in der Überlagerung. Spray, kombinierter Buch- und Tintenstrahldruck (hier nicht sichtbar), Format A4. 2013.

 

 

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TERRENADA

Die Bergwelt im Tauwetter des Frühlings: Nebel, Regen und nasse, aufgeweichte Erde. Weder Wanderer noch Hirten. Diese Fotografien zeigen den Abschluss des Safientals von zwei gegenüberliegenden Standpunkten. Das erste Bildpaar entstand 2012, das zweite fast auf den Tag genau ein Jahr später.

 

 

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... MIT ZWEYEN LAUTTEN ZU SCHLAGEN...

Einladungskarten und Plakate für ein Konzert mit Lautenmusik. Risodruck. 2012.

 

 

SCHAUENSTEIN

Man braucht ihn kaum vorzustellen, Andreas Caminada, den legendären Koch auf Schloss Schauenstein im bündnerischen Domleschg. Vor Jahren gelangte er an seinen Cousin, den Grafikdesigner Remo Caminada, mit der Anfrage, ein Logo für das Schloss zu kreieren. Dieser hat dann eine Welt erschaffen, die weit über ein simples Bildzeichen hinausreicht: eine Märchenwelt, die mit ihren Figuren und Geschichten dem Gastrobetrieb Leben und Atem einhauchen, begleitet von Texten von Gion Mathias Cavelty, Claudio Spescha, Remo Arpagaus und anderen. Bei der Erarbeitung des Konzepts und der visuellen Umsetzung durfte ich behilflich sein. Studio Remo Caminada. Offsetdruck. 2009.

 

 

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DANCERS IN THE DARK

Nach Ende meines Studiums habe ich Tel Aviv während eines halben Jahres zu meinem Wohnsitz gemacht. Ausgerüstet mit Laptop, Skizzenbuch und Spiegelreflexkamera, habe ich mir während dieser Zeit eine Carte Blanche erlaubt. Einer der Outputs ist diese Porträtserie von Menschen (und einem Pferd), entstanden nach Feierabend während der abkühlenden Abendstunden. 2009.

 

 

TEL AVIV: SKIZZEN

Aus dem Skizzenbuch von Tel Aviv. Die Häufung von Sujets mit telefonierenden Menschen war eher Zufall als Absicht. Bleistift, Marker, Filzstift, Farbstift. 2009.

 

 

BILDER EINER AUSSTELLUNG

«Weil sie nur im Gefängnis sicher sind, nicht überfallen zu werden, fühlen sich die Schweizer frei […] Jeder Gefangene beweist, indem er sein eigener Wärter ist, seine eigene Freiheit.» Dieses Gleichnis von Friedrich Dürrenmatt zum widersprüchlichen Verhältnis von Staat, Bürger und (vermeintlicher) Freiheit offenbart sich unvermittelt an einem ganz anderen Ort. Während einer Ausstellung in der streng kontrollierten Jerusalemer Kunsthochschule Bezalel betrachten Besucher Fotografien von israelischen Soldaten. Bleistift, Marker. 2009.

 

 

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BÄUME

Tel Aviv. 2009.

 

 

MEER

Tel Aviv. 2009.

 

 

FLÂNERIE

... und nochmals Tel Aviv. Nach neun Uhr abends zeigt sich Tel Aviv von seiner angenehmsten Seite. Die Luft ist nicht mehr schwül, sondern angenehm mild, und die Hektik weicht der Geselligkeit. Der Garagist (ich fotografiere seine Werkstatt, ohne seine Anwesenheit zu bemerken) lädt spontan zum Kaffee – er ist Jude, sein Partner Moslem. 2009.

 

 

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TUTTIFRUTTI

Komposition mit Plastiktaschen vom Früchte- und Gemüsemarkt, Tel Aviv. 2009.

 

 

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JETSET EUROPE

Diese Zeitung hält eine Reise durch Europa fest und dokumentiert auf ganz eigene Weise den Wert von Waren und Dienstleistungen einer touristifizierten Gesellschaft. Während zehn Tagen war ich in acht Ländern unterwegs. Der Preis jeder Flugetappe gab das Budget der jeweiligen Destination vor. Die entsprechenden Beträge variierten zwischen 12 und 90 Euro. Das hiess: Mit dem Taxifahrer in Marrakesch feilschen, Passanten am Bahnhof in Palermo um ein paar Cents betteln, in Finnland hungern. Das bedeutete aber auch: den Gastgeber in Bukarest zum Abendessen einladen oder die Wäsche in Riga erledigen. Die Nächte konnte ich kostenlos verbringen. In der Zeitung sind sämtliche konsumierten Waren und Dienstleistungen akribisch aufgelistet, in ein Tagebuch eingebettet sowie von tagesaktuellen Schlagzeilen und Wettervorhersagen begleitet. Diplomarbeit, Rietveld Academie, Amsterdam. Siebdruck. 2008.

 

 

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LOVELESS

Fiktives Cover des Albums Loveless der Band My Bloody Valentine. Studienprojekt, Rietveld Academie, Amsterdam. Laserdruck. 2007.

 

 

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DER ORT AM STÜRZENDEN BERG

Mulegns ist eine Siedlung mit knapp 20 Einwohnern. Wie für kaum ein anderes Dorf in Graubünden war der Transitverkehr zugleich Fluch und Segen. Bis ins 20. Jahrhundert hinein profitierte das Dorf am Weg ins Engadin als Ort der Erholung, bevor es für den motorisierten Verkehr der Nachkriegszeit nur noch zum Hindernis wurde. Begleitet von einer Fotostrecke, befasst sich dieser Textessay mit dem zeitgechichtlichen Wandel von Mulegns. Während der Recherchen habe ich mich auch in die Geröllhalde auf der dem Dorf gegenüberliegenden Seite gewagt. Mit Sorge hat man auf mich im Dorf gewartet; einzelne Felsblöcke seien erst am Vortag zu Tal gerollt. Broschüre, Laserdruck, entstanden an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Luzern, 2006.

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BARCELONA

Eine der ersten Fotoarbeiten. Während einer Projektwoche in der katalanischen Metropole hat sich unsere Vorkursklasse mit der Avinguda Diagonal befasst, dem längsten Boulevard Barcelonas. Ich weiss nicht mehr, wie ich die Menschen für meine Porträts gewinnen konnte – mein Italienisch habe ich jedenfalls mit gelispelten Akzent gesprochen, damit es eher Spanisch oder Katalanisch klang. 2004.